Monday, November 15, 2010

Wueste&Architektur

Um 9 Uhr morgens wurden wir von einem ToutGuide erwartet Sightseeing mit Budhi war grossartig. Der junge Mann aus Nepal lebt bereits seit sieben Jahren in Qatar und hat die Veraenderung des kleinen Wuestenemirats miterlebt. Die Qataries haben unglaubliche Oelvorkommen und auch Erdgas. Eine wahre Schatzkiste, die sie geoeffnet haben. Und nun bauen und kaufen sie alles was neu, modern und oekologisch in der Architektur ist. Wir wurden mit einem KIA (Budhi uebersetzte: King in Automobile oder auch Kill in accident) durch den Wuestensaat kutschiert. Schnell husch husch an die Corniche, wo die alten Dhouws, die traditionellen Fischerschiffe liegen. Sehr fotogen uebrigens vor der Skyline des modernen Doha. Zumindest, wenn man von der richtigen Seite fotografiert. Naja!

Ueberall findet sich the Pearl wieder. Als Brunnen und als handmade island. Das ist letztlich genau das Gleiche wie the Palm. Nur in Perlenform. Alles teuer. Modern und alles sah auch gleich aus. Wohnen moechte ich da nicht. Auch wenn ich Geld wie Oel hatte!

Dann raus in die Wueste. Nicht die richtige. Schade. Das haette ich nun gern gemacht. So eine richtige Wuestentour mit Safari und Zelt und uebernachten bei den Beduinen, nennt man die hier eigentlich so? Und am Ende dann in irgend 'nem Harem aufwachen. Eingetauscht gegen ein altes, klappriges Kamel ;-(

Wir sahen Rennkamele beim Training, besuchten die Oryxe, die neu angezuechtet werden muessen. Sind ja schliesslich das Vorzeigetier von Qatar Airways. Wir statteten den arabischen Hengsten einen Besuch ab und ich lernte, dass man die arabischen Pferde an der anderen Kopfform erkennen kann.

Nach all den tierischen Neuerfahrungen ging's endlich ins Restaurant. Mein italienischer Wegbegleiter und ich sassen da ganz allein. Keiner da ausser uns. Das Essen war himmlisch. Wirklich. Die Mezze, die Vorspeisen haben auch den Italiener so derartig aus der Reserve gelockt. "I cannot resist" schwaerte er mit jedem Bissen. Und dann haben wir den Humus und die Auberginepaste, die Chicken Wings und den super knackig frischen Tomaten und Gurkensalat mit einer Art Chips und sehr sehr leckerem saeuerlichem Dressing verputzt. Als der Hauptgang kam, ging gar nichts mehr. Nur noch probieren. Machte aber auch nix, denn die Mezze waren der OberKnaller!

Das Dessert und der arabische Kaffee waren nichts fuer mich. Zu suess und im Kaffee zu viel Kardamomm.

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Alle Bilder und Texte © Simone Sever.

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