Monday, November 15, 2010

Downtown Doha

Souq Waquif

Der Muezzin rief und die Strassen vereinsamten. Unser Ziel die Falken Shops und der Souq Waqif. Ganz schone viele Voegel, die da mit kleinen Lederhauben ueber Augen und Nase (hat so ein Falke eigentlich eine Nase) rumsassen. Es stank auch ordentlich nach Vogelpippi in den Shops. Ein Falke wurde mir auf die Hand gesetzt. Ich war ganz froh, dass er mich nicht sah. Nachher haette er sich noch erschrocken ueber mein FrauenGesicht und meine Haare! Sowas sieht er ja schliesslich nicht alle Tage. Immer nur die arabischen Baerte und schwarz Verhuellte. Na wenigstens hat mich das Vogelviech nicht gebissen und mir auch nicht die Augen ausgehackt. Konnte ja nix sehen ;-)

Ansonsten gab es viel im Souq. Aber alles war recht teuer. Ich haette ja gern Caesar so ein Maennergewand mitgebracht. Eines war wirklich huebsch. Mit viel Gold. Leider sollte das Teil umgerechnet 55 Euro kosten. Das war mir die Sache dann doch nicht wert. Ich hatte ja bereits in Vietnam traditionelle Kleidung fuer Caesar mitgebracht.

Allam kaufte ich. Das ist ein Stein, ein Mineral, das bei kleinen Schnittverletzungen hilft, zB bei der Rasur. Allaun heisst das bei uns.

In den Souqs waren viele schwarzverhuellte Frauen unterwegs und reichlich Scheichs. Ein merkwuerdiges Gefuehl als westliche Frau dadurch zu latschen. Zum Ende des Abends haben wir uns dann noch in ein Strassencafe gesetzt um ein bisschen die Atmosphaere auf uns wirken zu lassen. Gern haette ich ja ein Bier getrunken. Gab's aber nicht. Verboten! Ich bestellte also eine Limonade und bekam die wohl leckerste Zitronen-Minz-Limonade der ganzen Welt.

Am Abend schnell noch ein bisschen packen und am naechsten morgen frueh um acht verabschiedete ich mich vom kleinen Wuestenstaat Qatar und machte mich auf nach Haus!

Alt&Neu

Tierisch reich, so'n Scheich!

Souk Waquif & shopping Mall Villagio

Angeblich ist Qatar ja ein Shopping Paradies. Hmm! Geht so. Lustig war das Shopping Mall Villagio. Hier haben die Scheichs mal eben das Venetian aus Las VEgas kopiert. Samt Canal Grande und Gondelride. Sieht alles ganz genauso aus, wie das Vegas Venetian, das wiederrum aussieht - oder aussehen soll - wie das echte Venedig. gruebel**

Das Villagio war aber ein echtes Erlebnis, denn auch wenn in Vegas im venetian Cowboys mit Boots und Hut rumrennen. Das Villagio mit Scheichs und Burkas toppt das locker! Sehr ungewoehnlich. Und nicht nur Gondeln gab es, am anderen Ende des Einkaufszenrums war sogar eine Eisbahn, auf der zwei einsame ICeSkater ihre Banen zogen.

Wenn der Muezzin dreimal ruft!

Wueste&Architektur

Um 9 Uhr morgens wurden wir von einem ToutGuide erwartet Sightseeing mit Budhi war grossartig. Der junge Mann aus Nepal lebt bereits seit sieben Jahren in Qatar und hat die Veraenderung des kleinen Wuestenemirats miterlebt. Die Qataries haben unglaubliche Oelvorkommen und auch Erdgas. Eine wahre Schatzkiste, die sie geoeffnet haben. Und nun bauen und kaufen sie alles was neu, modern und oekologisch in der Architektur ist. Wir wurden mit einem KIA (Budhi uebersetzte: King in Automobile oder auch Kill in accident) durch den Wuestensaat kutschiert. Schnell husch husch an die Corniche, wo die alten Dhouws, die traditionellen Fischerschiffe liegen. Sehr fotogen uebrigens vor der Skyline des modernen Doha. Zumindest, wenn man von der richtigen Seite fotografiert. Naja!

Ueberall findet sich the Pearl wieder. Als Brunnen und als handmade island. Das ist letztlich genau das Gleiche wie the Palm. Nur in Perlenform. Alles teuer. Modern und alles sah auch gleich aus. Wohnen moechte ich da nicht. Auch wenn ich Geld wie Oel hatte!

Dann raus in die Wueste. Nicht die richtige. Schade. Das haette ich nun gern gemacht. So eine richtige Wuestentour mit Safari und Zelt und uebernachten bei den Beduinen, nennt man die hier eigentlich so? Und am Ende dann in irgend 'nem Harem aufwachen. Eingetauscht gegen ein altes, klappriges Kamel ;-(

Wir sahen Rennkamele beim Training, besuchten die Oryxe, die neu angezuechtet werden muessen. Sind ja schliesslich das Vorzeigetier von Qatar Airways. Wir statteten den arabischen Hengsten einen Besuch ab und ich lernte, dass man die arabischen Pferde an der anderen Kopfform erkennen kann.

Nach all den tierischen Neuerfahrungen ging's endlich ins Restaurant. Mein italienischer Wegbegleiter und ich sassen da ganz allein. Keiner da ausser uns. Das Essen war himmlisch. Wirklich. Die Mezze, die Vorspeisen haben auch den Italiener so derartig aus der Reserve gelockt. "I cannot resist" schwaerte er mit jedem Bissen. Und dann haben wir den Humus und die Auberginepaste, die Chicken Wings und den super knackig frischen Tomaten und Gurkensalat mit einer Art Chips und sehr sehr leckerem saeuerlichem Dressing verputzt. Als der Hauptgang kam, ging gar nichts mehr. Nur noch probieren. Machte aber auch nix, denn die Mezze waren der OberKnaller!

Das Dessert und der arabische Kaffee waren nichts fuer mich. Zu suess und im Kaffee zu viel Kardamomm.

Islamic Art & Culture

Arabian Day!

Alle Bilder und Texte © Simone Sever.

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